Schönefelder Schloßkonzert

Sonnabend, 11. Februar 2012
19.30 Uhr

Der wiederhergestellte Harlekin

Unterhaltsames aus dem Dresdner Schrank II

Chursächsische Capelle Leipzig

Die musikalischen Schätze im Dresdner Schranck II durften Sie bereits im letzten Jahr in verschiedenen Programmen der Schönefelder Schloßkonzerte kennenlernen. Bei einer weiteren Erkundungstour durch die Manuskripte stießen wir auf neue interessante Werke, u.a. eine Suite mit dem Titel "Harlequin restored", Musik zu einer Pantomime aus England? Gut, dachten wir, das gibt einen schönen Titel für unser nächstes Konzert zur Faschingszeit. Aber nicht immer ist die Idee so gut wie die Verwirklichung derselben.

Doch hören Sie selbst zum Konzert am 11. Februar, was aus diesem Harlekin geworden ist. Es erwartet Sie ein Programm mit hoher und tiefer Streichermusik des 17. und 18. Jahrhunderts. Dazwischen streuen wir Anekdoten von Musikern aus eben dieser Zeit.

 

Schönefelder Schloßkonzert

Sonnabend, 21. April 2012
19.30 Uhr

Laudate

Geistliche und instrumentale Werke von Rupert Ignaz Mayr
(zum 300.Todestag)

Gesine Adler - Sopran
Chursächsische Capelle Leipzig

ACHTUNG! Dieses Konzert findet in der Schönefelder Kirche statt!

Pythagoras in der Schmiede

Nach einer alten Legende soll Pythagoras in einer Schmiede den Wohlklang von zusammenklingenden Hämmern entdeckt haben, deren Gewichte in bestimmten Verhältnissen standen. Diese Beobachtung bildete den Ausgangspunkt für Experimente, welche zur Grundlage für die musiktheoretische Beschreibung von Intervallen wurden. Die Legende hatte zur Folge, dass Pythagoras in der römischen Kaiserzeit und im Mittelalter als Erfinder "der Musik", sozusagen der Musiktheorie, bezeichnet wurde.

Rupert Ignaz Mayr (1646 – 1712) benannte seine sieben Suiten für Streicher nach dieser Legende das „Pythagorische Schmids-Füncklein“. In unserem Programm zum 300. Todestag Mayrs erklingen drei dieser wunderschönen Suiten, sowie Gesangswerke aus der Sammlung „Sacri concentus“ von 1681. Sopransolistin des Abends wird die bekannte Leipziger Sängerin Gesine Adler sein.

Rupert Ignaz Mayr wurde in Schärding geboren. Er war als Violinist zunächst in Eichstätt, später in Regensburg und Passau tätig. 1685 wurde er an die kurfürstliche Hofkapelle in München berufen. Lange Zeit glaubte man, Mayr sei vom Kurfürsten Max Emanuel nach Paris zu Studien bei Lully geschickt worden. Inzwischen fand man Aufzeichnungen, aus denen ersichtlich wird, dass es sich hierbei um einen anderen Mayr, Dominicus mit Vornamen, handelte.

Mayr ging 1706 als bischöflicher Hofkapellmeister nach Freising. Dort starb er am 7. Februar 1712.

 

Sommerfest

Sonnabend, 30. Juni 2012
16.00 Uhr

Von der Jagd zur Tafel
Werke aus der Tafelmusik von Georg Philipp Telemann


Chursächsische Capelle Leipzig

Wir laden ein zur Jagdmusik mit anschließenden Tafelfreuden. Eine richtig barocke Schlemmertafel können wir für Sie nicht wirklich decken, dafür sorgt aber das altbewährte Team von Jaques' Wein-Depot für kulinarische Leckereien. Kaffee und Kuchen sind im Kartenpreis von 20 € (ermäßigt 15 €) enthalten! Das Sommerfest beginnt wie jedes Jahr 16 Uhr und soll Sie den ganzen Nachmittag erfreuen. Erklingen werden drei Werke aus der Tafelmusik von Georg Philipp Telemann. Dabei freuen wir uns besonders auf die schönen Klangfarben der Traversflöten (gespielt von Anne Freitag und Katharina Ditter). Im Mittelteil werden Sie staunen, denn wir spielen Jagdmusik ganz ohne Hörner. Bekannt sind die Violinkonzerte „La caccia“ sowie der „Herbst“ von Antonio Vivaldi, aber wir haben noch andere Werke mit Jagdmotiven für Sie vorbereitet. Lassen Sie sich überraschen!

 

Schönefelder Schloßkonzert

Sonnabend, 15. September 2012
19.30 Uhr

Ut-Re-Mi-Fa-Sol-La

Auf den Stufen der Musik
Werke von Byrd, Rosenmüller und Kindermann

Chursächsische Capelle Leipzig

Ut, Re, Mi, Fa, Sol, La

Keine Angst, wir wollen weder Lautmalerei mit Silbengesang oder Solfeggien in unser nächstes Programm nehmen! Die obengenannten Silben wurden im 11.Jahrhundert von einem Benediktinerabt, Guido von Arezzo, benutzt, um die sechs aufeinanderfolgenden Töne eines Hexachordes zu bezeichnen. Damit sich seine Schüler diese Silben in der richtigen Reihenfolge besser einprägen konnten, nutzte er eine Hymne an Johannes den Täufer:

Ut queant laxis
resonare fibris
mira gestorum
famuli tuorum
solve polluti
labii reatum
Sancte Iohannes.

Die Übersetzung (Wikipedia) : Auf dass die Schüler mit lockeren Stimmbändern mögen zum Klingen bringen können die Wunder deiner Taten, löse die Schuld der befleckten Lippe, heiliger Johannes – ist eine Anspielung auf Zacharias, der nach dem Bericht des Lukasevangeliums stumm geworden war und dem bei der Geburt seines Sohnes Johannes die Zunge wieder gelöst wurde. Aus demselben Grund war Johannes der Täufer (bevor ihn die hl. Cäcilia ablöste) Patron der Kirchenmusik.

Es gibt auch eine alte deutsche Übersetzung , hier werden die Töne der Skala auf G verwendet:

Gib, dass mit lockerem
Ansatz singen können,
Herr, was du tatest,
Chöre deiner Schüler,
Dass dich ohne Fehl
Ehren unsere Lippen,
Heiliger Johannes.

(Wikipedia)

Was bedeutet das aber für unser Konzertprogramm? Beim Durchsuchen von Kompositionen stießen wir immer wieder auf Stücke, die mit UT RE MI FA SOL LA betitelt waren. Das brachte uns auf die Idee, daraus einmal ein Programm zu basteln. Nun ist es soweit. Die Kompositionen zum Thema führen Sie zu anderen Werken von Kindermann, Kempis, Buchner und Wichel.

Als besonderes Instrument werden wir einen Dulcian, gespielt von Clemens Schlemmer, vorstellen.

Das alles verspricht einen interessanten Konzertabend!

 

Schönefelder Schloßkonzert

Sonnabend, 3. November 2012
19.30 Uhr

Italienisches Feuer vs. französischen Esprit

Die Gegensätze der nationalen Stile

Heidi Gröger - Gambe
Chursächsische Capelle Leipzig

Italien und Frankreich, zwei starke Nationen im musikalischen Vergleich

An vielen deutschen Höfen wurde der französische Stil nachgeahmt, entstanden kleine prunkvolle "Versailles". Aber in den Hofkapellen spielten auch Musiker aus Italien und brachten ihre Musik und ihren Stil in die deutschen Fürstentümer. Wir fragen uns oft, wie das wohl damals so unter den Musikern zuging, ob sie sich trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft mit Achtung begegneten oder sogar mochten? Oder ob sie gar nichts miteinander anfangen konnten oder wollten? Es gibt einige überlieferte Anekdoten, die uns ein wenig hinter die Kulissen schauen lassen. So soll Corelli eine französische Ouvertüre von Händel abgelehnt haben, aber der französische Violinist Jean-Marie Leclair nahm Stunden bei Corelli-Schüler Giovanni Battista Somis in Italien und wurde ganz offensichtlich bei seinen Kompositionen italienisch beeinflusst. Im Gegensatz dazu wurde der Italiener Lully zum berühmtesten französischen Komponisten seiner Zeit. Die beiden Violinvirtuosen Leclair und Locatelli sollen, so berichten Zeitzeugen, zusammen im Duo aufgetreten sein. Später entwickelte sich der sogenannte "gemischte Geschmack", für welchen z.B. Telemann ein typischer Vertreter ist.

In unserem Programm sollen Werke dieses gemischten Geschmackes nicht zum Klingen kommen, sondern Werke sowohl französischer als auch italienischer Art. Sie werden Lehrer und Schüler, Somis und Leclair kennenlernen, Werken von Vivaldi, Couperin, Locatelli und Marais lauschen und dabei dicht nebeneinander die typischsten Unterschiede der beiden Stile erleben. Genauso wie beide Sprachen ganz eigene Klänge und Eigenheiten haben, so kann man auch in der Musik diese nationalen Besonderheiten unschwer voneinander unterscheiden.

Wir wünschen Ihnen einen schönen und interessanten Konzertabend mit Werken für zwei Violinen, Viola da gamba und Cembalo. Wir freuen uns, neben Anne Schumann, Dorothea Vogel und Sebastian Knebel, Heidi Gröger an der Gambe hören zu können.

 

Schönefelder Schloßkonzert

Sonnabend, 15. Dezember 2012
15:30 & 19:30 Uhr *)

Barocke Weihnachtsmusik

Chursächsische Capelle Leipzig

Wir wünschen unseren Konzertbesuchern eine frohe Adventszeit und freuen uns auf unser gemeinsames Weihnachtskonzert.

Was erwarten Sie von unserem Weihnachtskonzert? Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr genau das Richtige für Sie ausgewählt haben: Schöne Musik, besinnlich mit Pastoralen aller Art, beschwingt mit weihnachtlichen Klängen aus verschiedenen Ländern, etwas Orgelklang und Geigengesang. Und am Rande bemerkt haben wir sogar an das "besondere" Instrument gedacht, da wir die schöne Tradition pflegen möchten, Ihnen jedes Jahr ein unbekanntes Instrument vorzustellen.

*) ACHTUNG! Konzertort:

Historischer Saal
im Restaurant "Aufgehende Sonne"
Ossietzkystr. 1, 04347 Leipzig

Straßenbahnlinie 1 u. 1E bis Haltestelle Ossietzkystr. / Gorkistr.
Archivseite/www.barockmusik-in-leipzig.de