Schönefelder Schloßkonzert
Sonnabend, 18. Februar 2006
19:30 Uhr
FOLIA - Närrisches

Chursächsische Capelle Leipzig

Am 18.Februar 2006 ist es wieder soweit: Die Chursächsische Capelle Leipzig lädt zum Faschingskonzert ins Schloß Schönefeld in Leipzig ein.

Lustig verkleidet präsentieren die Musiker Werke verschiedenster barocker Meister. Folien und Ciaconen, Gagliarden und Sonaten, Arien und Balletti - haupsächlich von italienischen aber auch einheimischen Komponisten wie z. B. Rosenmüller und Pachelbel - werden am Abend erklingen. Der älteste Komponist wird dabei Andrea Falconieri sein, dessen 350. Todestag im Jahr 2006 begangen wird.

Für das Publikum besteht natürlich kein Kostümzwang, aber ein paar lustige Accessoires wie z. B. bunte Hütchen werden gern gesehen.

Impressionen vergangener Konzerte unter Bilder.

 

Schönefelder Schloßkonzert
Sonnabend, 18. März 2006, 19:30 Uhr
The virgins muse
Englische Instrumentalmusik um das Virginal

Chursächsische Capelle Leipzig

Virginal
Im Mittelpunkt des englischen Programmes wird ein Virginal nach flämischem Vorbild (Muselartyp) um 1610, gebaut von Martin Skowroneck 2005, stehen.

Ludger Rémy wird mit englischer Musik für Virginal den selten zu hörenden Klang dieses wunderschönen Instrumentes vorführen. Außerdem erklingen Werke für 2 Violinen und Viola da gamba, bei denen das Virginal die Continuofunktion übernimmt.

 

Schönefelder Schloßkonzert
Sonnabend, 06. Mai 2006
19:30 Uhr
Die siebente Saite
Werke von M. Marais
anlässlich seines 350. Geburtstages

Chursächsische Capelle Leipzig

Der berühmte französische Gambist und Komponist Marin Marais, manchem vielleicht auch durch den Film "Die siebente Saite" bekannt, wurde am 31. Mai 1656 in Paris geboren.

Er nahm Gambenunterricht bei dem damals bedeutendsten Gambisten Sainte-Colombe. Bei Lully erlernte er das Komponieren. Lully schätzte Marais sehr und vertraute ihm das Amt des Kapellmeisters am Orchester der Académie Royale de Musique an. Marais schrieb selbst 4 Opern, die mit Erfolg aufgeführt wurden.

Auf Grund seines guten Rufes als Virtuose wurde er 1679 in den Dienst Ludwigs XIV. gerufen. Er blieb auch bei Ludwig XV. als Gambist, überließ dieses Amt aber 1725 einem seiner Söhne. Marais hatte 19 Kinder, von denen mehrere erfolgreiche Gambisten wurden. Er starb am 15.8.1728.

Neben seinen zahlreichen Kompositionen für Gambe findet sich ein Werk aus dem Jahre 1723 mit dem eigenartigen Titel "Die Tonleiter in Form einer kleinen Oper". Eine Tonleiter erinnert uns ausführende Musiker natürlich erst einmal an Studien, technische Übungen, die man gern schnell hinter sich bringen möchte, weil sie in unseren Augen wenig mit Musik zu tun haben. Und dann "...in Form einer kleine Oper". Dabei denkt man sofort an Sänger und Text. Beides ist falsch: Wir haben es hier mit einem sehr interessanten Werk für Violine, Gambe und Cembalo zu tun, welches die einzelnen Töne der Tonleiter u. a. in verschiedenen Tanzsätzen erklingen lässt.

Der Zeitgenosse Titon du Tillet schreibt in seinem Parnasse francois über Marais: "Aber die Musikkenner hat er noch mehr durch sein La Gamme genanntes Stück in Staunen versetzt, ein pièce symphonique, das unmerklich Ton für Ton die Oktave heraufsteigt und dann wieder über harmonische Melodien und melodische Töne die einzelnen Schritte der Tonleiter wieder herabsteigt."

 

Sommerfest in Schloß und Park
Sonnabend, 01. Juli 2006
16:00 Uhr
Klingende Geografie
Werke von Telemann, Muffat, Corbett und Couperin

Chursächsische Capelle Leipzig

Jaques' Weindepot

Reisende Musiker gab es auch schon in der Barockzeit. Sie zogen durch ganz Europa, um ihre Kunst an den verschiedenen Schlössern und Fürstenhöfen zu präsentieren. Dabei erhielten sie natürlich verschiedenste Anregungen für ihre Kompositionen. Unser diesjähriges Sommerfest soll eine kleine Auswahl solcher Werke vorstellen, bei denen die Komponisten ihr Werk mit einem Städte- oder Ländernamen versehen haben.

Ob der Titel "Klingende Geografie" von Telemann selbst stammt, wissen wir nicht, aber Telemann schrieb ein Sammlung von Liedern mit der Überschrift "Singende Geografie". Somit dürfte auch eine "Klingende Geografie" ganz in seinem Sinne sein. Die verschiedenen kleinen Tanzsätze, wahrscheinlich aus verschiedenen Suiten entnommen, führen die Hörer durch ganz Europa: Portugal, Spanien, Frankreich, Schweden bis Russland und Türkei...

Georg Muffat versuchte in seinen Kompositionen und Lehrwerken den französischen und italienischen Stil zusammenzuführen. In seinem Concerto "Nobilis Juventus" (Adelige Jugend) widmet er jeden Satz einer anderen Nation: Die Spanier erhalten das Entrée, die Holländer ein Air, eine Gavotte für die Italiener und das Menuet für die Franzosen.

Vielleicht den meisten unbekannt ist der Engländer William Corbett (1675 - 1748). Er war ursprünglich Geiger und leitete von 1705 - 1711 das Orchester des neuen Queen's Theatre am Haymarket in London. Er war als Solist sehr gefragt und setzte für seine Konzertprogramme auch häufig ungebräuchliche Instrumente ein, z. B. die Mandoline, die Bogenlaute oder die Viola d'amore. Nach 1711 lebte er zeitweise in Italien, wo er eine umfangreiche Sammlung von Musikinstrumenten anlegte, u. a. vermutlich einige Geigen aus dem Besitz von Corelli und Torelli. Seine "Bizzarie Universali" Op. 8 umfasst 35 Concerti, die, wie die Titelseite angibt: "aus der Begeisterung während seiner Italienreisen heraus geschrieben wurden". Jedem Concerto ist ein Länder- oder Städtename zugeordnet.

In diesem Jahr wird es beim Sommerfest auch einen kammermusikalischen Mittelteil im Festsaal des Schlosses geben, bei welchem ein Pariser Quartett von G. Ph. Telemann und die Suite "L'espagnole" aus "Les Nations" von F. Couperin erklingen werden. Als Solisten werden Dorothea Vogel (Violine), Monika Schwamberger (Viola da gamba), Sebastian Knebel (Cembalo) und Jana Semeradova aus Prag (Traversflöte) zu hören sein.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und hoffen auf einen sonnigen Tag, damit Sie die herrliche Musik auf der Wiese und am Teich genießen können. Natürlich sind Kaffee und Kuchen wie immer im Kartenpreis inbegriffen, außerdem gibt es auch wieder Köstlichkeiten und Wein von Jaques Weindepot.

Am besten, Sie bringen Ihre Freunde gleich auch noch mit. Kinder können sich derweil auf dem anliegenden Spielplatz vergnügen!

 

Schönefelder Schloßkonzert
Sonnabend, 16. September 2006
19:30 Uhr
Im Lichte der Aufklärung

Professor Gellerts Geistliche Oden und Lieder
mit Melodien von Carl Philipp Emanuel Bach
dazu Schottische Balladen von Haydn

Dorothee Mields - Sopran
Dorothea Vogel - Violine
Ludger Rémy - Hammerclavier

 

 

Schönefelder Schloßkonzert
Sonnabend, 04. November 2006
19:30 Uhr
Triosonaten von J. G. Graun

aus den Schätzen der Sächsischen Landesbibliothek

Anne Schumann, Dorothea Vogel - Violinen
Monika Schwamberger - Violoncello
Ludger Rémy - Hammerclavier

 

Schönefelder Schloßkonzert

17. Dezember 2006
19:30 Uhr

Wie schön leuchtet der Morgenstern
u. a. Werke von J. Pachelbel

Chursächsische Capelle Leipzig

Wie immer zum Weihnachtskonzert der Chursächsischen Capelle Leipzig werden verschiedene Werke bekannter und unbekannter Meister erklingen, von denen die meisten auch einen direkten Bezug zur Weihnachtszeit haben.

Zur Erinnerung an den 300.Todestag Johann Pachelbels spielt Mark Nordstrand auf seiner neuen Truhenorgel zusammen mit Anne Schumann, Dorothea Vogel sowie Niklas Trüstedt zwei Sonaten dieses Komponisten.

Archivseite/www.barockmusik-in-leipzig.de